Moxxa caffe Spitzenkaffee Bio Fair Fein

Kaffee, biologisch

Die immergrünen Kaffeebäume der botanischen Gattung Coffea stammen ursprünglich aus Afrika. Heute ziehen sich die Anbaugebiete nördlich und südlich des Äquators, etwa zwischen den Wendekreisen des Krebses und des Steinbocks, wie ein breites Band - auch Kaffeegürtel genannt - rund um den Erdball. Wirtschaftliche Bedeutung haben praktisch nur zwei Arten: Coffea Arabica und Coffea Robusta mit rund zehn bzw. vier Milliarden Pflanzen liefern 98 Prozent des weltweit erzeugten Rohkaffees. Unter den Nutzpflanzen gilt Kaffee als "Primadonna". Für erfolgreichen Anbau müssen Temperatur, Wind, Wasser, Sonnenschein und Bodenbeschaffenheit optimal aufeinander abgestimmt sein. Kaffee-Anbau ist stark von klimatischen Einflüssen abhängig; manchmal genügt schon ein leichter Morgenfrost - wie gelegentlich in Brasilien, um Millionen von Kaffeebäumen zu vernichten. Vor allem diese Frostempfindlichkeit beschränkt den weltweiten Anbau auf Gebiete, wo + 5 Grad Celsius niemals unterschritten werden. Diejenigen Kaffeepflanzen, die heutzutage von Bedeutung sind, gehören zur Familie der Rubiazeen. Der botanische Name für die verschiedenen mehrjährigen Sträucher und Bäume lautet Coffea. Wichtig sind eigentlich nur zwei Arten, nämlich Arabica und Robusta, geringere Bedeutung haben noch Liberica und Excelsa. Etwa 65 % der weltweiten Kaffeeproduktion in Brasilien, Mexiko, Kolumbien und Zentralamerika stammen von der Arabica-Kaffeepflanze. Die restlichen 35 % entfallen auf die Gattung Robusta. Die hohe Qualität des Arabicas ergibt sich aus ihren komplexen Geschmacksaromen. Er besitzt wenig Säure und einen niedrigen Koffeingehalt von 0,7 bis 1,5 %. Da er keinen Frost verträgt und sehr krankheitsanfällig ist, wurde in Indonesien, Brasilien, Uganda und an der Elfenbeinküste die rauere und bitterere Robusta-Pflanze angebaut, die mehr Säure und etwa das Doppelte an Koffein enthält. Für das gute Gedeihen der Kaffeepflanzen benötigt man Höhenluft ab etwa 700 m, gleichmäßige Temperaturen sowie ausreichende Niederschläge. Weltweit sind fast alle tropischen und subtropischen Höhenlagen für den Anbau geeignet. Die Anbauhöhe geht von 0 Metern bis 1800 Meter (über NN). Die Dichte der Bohnen spiegelt die Höhe des Anbaus wieder Je höher das Anbaugebiet, umso Dichter ist die Struktur des Kaffees Beim Anbau in hohen Lagen geht das Wachstum von der Blüte zur reifen Kirsche langsamer Wachstum von der Blüte bis zur Kirsche ca. 3 - 3,5 Monate Je niedriger das Anbaugebiet, umso weicher ist die Struktur der Bohne Beim Anbau in niedrigen Lagen geht das Wachstum von der Blüte zur reifen Kirsche schneller Wachstum von der Blüte bis zur Kirsche ca. 2 - 3 Monate Die Kaffeepflanze wächst als kleiner Baum viereinhalb bis sechs Meter hoch, wird aber zu Zwecken der Handhabbarkeit auf Buschhöhe gestutzt. Sie trägt glänzende grüne Blätter. Die weißen Blüten bestehen nur wenige Tage lang. Danach entwickeln sich ein halbes Jahr lang die kirschartigen Früchte, die in dichten Büscheln an kurzen Stielen direkt am Zweig sitzen. Am Anfang sind sie hellgrün, später hell-, dann dunkelrot. Sie enthalten zwei Bohnen, die in süßes Fruchtfleisch eingebettet sind. Und das erklärt zum Teil auch schon, warum z.B. die fleißigen Niederländer nicht längst riesige Glashaus-Plantagen errichtet haben, um den wunderbarsten Polder-Kaffee zu züchten: Es lohnt sich einfach nicht. Das Verhältnis Platz/Mensch/Ernteergebnis ist einfach zu vernichtend. Man muß schon den ganzen Urwald für sich haben (oder die brasilianischen Rodungsebenen), und sein Leben lang nicht direkt andere Pläne haben, um den Kaffee-Anbau wenigstens ansatzweise lohnend zu machen.